„Der Fluch des Pharao“, „Montezumas Rache“, „Delhi Belly“

Alles klangvolle Namen für ein und dasselbe Phänomen, was bereits schon manchem den Urlaubsspaß gekostet hat. Reisedurchfall. Bestimmte Regionen der Welt sind berüchtigt dafür, dass Besucher unter dieser Problematik leiden. Dabei gilt: je näher am Äquator ihr euch befindet, umso höher ist das Risiko. Wie ihr euch schützen könnt und was zu tun ist, wenn es doch soweit ist, erkläre ich euch im heutigen Blogeintrag.

Euer erstes Anliegen sollte sein, einen Reisedurchfall möglichst zu vermeiden. Dafür müssen wir erst einmal verstehen, wie dieser entsteht. Meist handelt es sich um bakterielle Erkrankungen des Darms. Selten können auch Viren oder Protozoen für die Reisediarrhoe verantwortlich sein. Wir wollen uns aber auf die Bakterien konzentrieren, da diese wie gesagt die Hauptverursacher sind.

Die Bakterien, die einen solchen Durchfall verursachen sind in der Regel nicht sonderlich gefährlich und viele sehr ähnliche Verwandte kommen auch in unseren Breiten vor. Wir sind nur nicht an sie gewöhnt. Vor den einheimischen Bakterien schützt uns unsere Darmflora, die wir uns über Monate und Jahre erarbeitet haben. Auf „Die Neuen“ sind wir allerdings nicht eingestellt. Deshalb sollten wir zwei Dinge tun: Versuchen diese Bakterien von unserem Darm fernzuhalten und dafür sorgen, mit einer möglichst guten Darmflora in den Urlaub zu starten.

 Erstes geht ganz einfach. Im Englischen gibt es die Regel: „Cook it, peel it, or leave it.“ Also alles was nicht gekocht oder geschält ist, sollte man möglichst meiden, denn die entsprechenden Erreger befinden sich ausschließlich auf der Oberfläche von Nahrungsmitteln und sind natürlich hitzeempfindlich. Die kleine Garküche in der Seitenstraße ist daher oft „sicherer“, als das Salatbuffet im Hotel. Auch bei eurem Trinkwasser solltet ihr im Urlaub auf Flaschenware zurückgreifen.

 Um eure Darmflora optimal auf den Urlaub vorzubereiten bieten sich Probiotika und Hefepräparate an. Diese füllen den Darm mit guten und nützlichen Bakterien, die dann später im Urlaub den „Bösewichten“ den Platz klauen und so verhindern, dass sie sich festsetzen und vermehren können. Wichtig ist eine solche Vorbeugung früh genug vorher anzufangen. Zehn Tage vor Reiseantritt sollten es schon sein.

 Sollte es Euch dann doch mal erwischen, gilt es Folgendes zu beachten:    

        Trinkt viel! Der Flüssigkeitsverlust ist das gefährlichste an einem Reisedurchfall.

        Ersetzt den Mineralverlust! Neben Wasser verliert der Körper viele Salze. Um diese zu ersetzen gibt es optimal abgestimmte Elektrolyte. Das Pulver wird dann einfach mit Wasser angerührt. Sollte man bei entsprechenden Urlauben auf jeden Fall im Gepäck haben.

        Loperamid/Imodium ist hier nicht die richtige Wahl! Wie bereits gesagt, sind in der Regel Bakterien der Auslöser. Loperamid als Wirkstoff von Imodium stoppt die Darmbewegung. Dadurch müsst ihr zwar nicht mehr auf die Toilette, aber die Bakterien bleiben auch im Darm und können sich munter vermehren. So dauert die Erkrankung nur länger.

        Tannacomp ist mein Tipp! Dieses Mittel hat zwei Wirkstoffe. Einmal Gerbstoffe, welche die Darmwand abdichten. So wird weniger Flüssigkeit in den Darm gesaugt (Stuhl wird fester) und die von den Erregern ausgeschütteten Giftstoffe können schlechter in die Darmwand eindringen (geringere Symptome). Und dazu Ethacridin. Eine Art Desinfektionsmittel von innen, welches das Wachstum der Bakterien hemmt.

 Sollte der Durchfall übrigens von Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl begleitet werden oder bei kleinen Kindern oder alten Menschen auftreten, ist der Besuch eines Arztes dringend notwendig. Gleiches gilt bei gleichbleibenden Beschwerden über fünf und mehr Tage. Und glaubt mir: Die Ärzte vor Ort kennen sich damit aus. Ihr seid nicht der erste dem das passiert.

 Aber in erster Linie wünsche ich Euch natürlich, dass Ihr mit diesen Tricks unbeschadet durch den Urlaub kommt und diesen so richtig genießen könnt. Zu diesem Thema und auch zu allem was sonst noch in eine Reiseapotheke gehört beraten wir euch gerne vor Ort.

 Liebe Grüße und schönen Urlaub!

 Euer Markus

 

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Welttag der Organspende

Am 3. Juni ist der Welttag der Organspende. Das ist ein wahnsinnig wichtiges Thema und deshalb möchte ich Euch heute ein paar Fakten zu diesem Tag zusammenstellen.

 Die erste erfolgreiche Nierentransplantation gelang 1954, als ein Amerikaner seinem Zwillingsbruder eine seiner Nieren spendete. Mit dieser neuen Niere lebte sein Bruder noch weitere 8 Jahre. Dank des Erfolgs war von Beginn an klar, dass Organtransplantationen ein extrem wirksames Instrument der modernen Medizin werden können.

Joseph Edward Murray, der Chirurg, dem als erstes dieses Kunststück gelang, wurde 1990 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt.

 Seit dem Beginn der Organtransplantation herrschte ein Mangel an Spendenorganen.

Einerseits werden immer mehr Spendenorgane gebraucht, da die durchschnittliche Lebenserwartung steigt und deshalb immer mehr Menschen eine Organspende benötigen und es werden auch immer mehr Transplantationen technisch und medizinisch möglich. Andererseits steigt die Zahl der potenziellen Spender nicht im gleichen Maße.

Im letzten Jahr wurde in etwa 3500 Personen dank einer Organspende das Leben gerettet. „Toll“, könnte man jetzt denken, aber weit gefehlt. Denn es stehen aktuell weitere 10000 auf der Warteliste für ein Spendenorgan. Wartezeiten von 6-8 Jahren sind nicht ungewöhnlich. Häufig zu lang für die Patienten.

Jeder sollte für sich selber entscheiden, ob er seine Organe spenden möchte oder nicht und hier gibt es auch keine Patentlösung. Es gibt viele moralische und ethische Gründe sich für eine Organspende zu entscheiden, aber sicher auch viele nachvollziehbare Gründe, um sich persönlich dagegen zu entscheiden. Wichtig ist aber, dass man seinen Wunsch Organspender zu sein auch kommuniziert.

Denn daran scheitern aktuell die meisten Spenden. Bei Umfragen ist der Prozentsatz an Personen, welche sich vorstellen können Organspender zu sein viel höher, als er tatsächlich ausfällt. Denn wer in Deutschland seine Organe spenden will, muss das bekannt machen. Und das am besten mehrfach. Ein Organspendeausweis ist ein guter Anfang. Zusätzlich sollte man aber seinen engsten Verwandten Bescheid geben, dass man zu einer Organspende bereit ist. Denn diese werden in unklaren Fällen zu Rate gezogen. Und nur wenn diese sich zu 100% sicher sind, dass eine Organspende wirklich gewünscht ist, wird diese auch durchgeführt. Auch in möglichen Patientenverfügungen sollte natürlich eingetragen werden, ob man spenden will oder nicht.

 Spendenausweise bekommt Ihr natürlich in allen unseren Filialen kostenlos. Auch um sonstige Dokumente wie: Patientenverfügungen, Gerinnungspässe oder Opiatausweise kümmern wir uns für Euch gerne. Kommt einfach vorbei und fragt nach.

 

Liebe Grüße 

Markus

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Gutes Wetter ist wunderbar und auch gut für die Gesundheit, aber ein effektiver Sonnenschutz ist bei strahlendem Sonnenschein besonders wichtig. So können wir unsere Haut vor Sonnenbrand, vorzeitiger Alterung und Hautkrebs schützen. Wie das am besten funktioniert, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Produkten gibt und welche Tipps es noch zu beachten gilt, erfahrt Ihr im heutigen Blogbeitrag.

Die erste Entscheidung, vor der man steht, ist häufig sich für eine bestimmte Darreichungsform des Sonnenschutzes zu entscheiden. Gab es früher eigentlich nur Cremes, wimmeln die Regale heute nur so von Gels, Sprays, Milch und Balsam. Aber was ist eigentlich wofür? Diese Frage klären wir als erstes.

Creme: Bieten durch ihre Konsistenz und den hohen Fettgehalt häufig den besten Schutz. Der Film ist recht dick und haftet sehr gut an der Haut an und ist somit sehr haltbar. Nachteile haben Cremes bei der Verteilung, die recht lange dauert, und beim Hautgefühl. Da können sie recht schwer wirken. Ist man längere Zeit starker Sonne ausgesetzt, ist die Creme aber nach wie vor unschlagbar.

Milch: Fühlt sich viel leichter an und lässt sich gut und schnell verteilen. Dabei pflegen sie die Haut gleichzeitig. Daher ist sie perfekt für die Ganzkörperanwendung geeignet. Allerdings sollte man hier regelmäßig nachcremen, damit der Schutz gewährleistet bleibt.

Gel: Ist fettfrei und daher perfekt geeignet für Sportler und Menschen, die zu Akne neigen. Außerdem können sie so auf Emulgatoren verzichten, welche häufig für allergische Hautreaktionen verantwortlich sind. Wer zu Allergien neigt, sollte also zum Gel greifen.

Spray: Lässt sich gleichmäßig und sehr schnell verteilen. Deshalb ist ein Spray der optimale Begleiter für den Badetag am Strand. Denn nach jedem Besuch im Wasser sollte der Schutz aufgefrischt werden. Das geht mit einem Spray schnell und unkompliziert.

Ist die richtige Darreichungsform gefunden geht es als nächstes um den Schutzfaktor. Welche der richtige ist, ist sehr individuell. Denn als Grundlage zur Berechnung dient die Eigenschutzzeit der Haut. Das ist die Zeit, die die Haut bei direkter Sonneneinstrahlung ohne Schaden übersteht. Ohne Sonnenschutz! Und mit Schaden ist kein saftiger Sonnenbrand gemeint, sondern schon eine zeitweise Hautrötung. Diese Eigenschutzzeit liegt je nach Hauttyp, Vorbräunung und allgemeinem Hautzustand zwischen 10 und 30 Minuten. Ihr wisst in der Regel selber am besten, ob Ihr eher empfindlich seid oder nicht. Geht aber zur Sicherheit lieber von einem niedrigeren Wert aus.

Der Sonnenschutz macht nichts anderes, als die Eigenschutzzeit um einen bestimmten Faktor zu verlängern. Ich persönlich habe eine mittlere Eigenschutzzeit und rechne daher mit grob 15 Minuten. Eine Sonnencreme mit Faktor 8 verlängert die Zeit also auf zwei Stunden. Möchte ich 7 Stunden am Strand verbringen, komme ich um Faktor 30 nicht herum. So könnt Ihr individuell berechnen, welchen Faktor Ihr braucht. Wichtig dabei ist, dass diese Berechnung einmalig gilt. Nachcremen ist bei langem Sonnenbad unbedingt nötig, verlängert die maximale Schutzdauer aber nicht.

Ist das auch geklärt, gilt es noch ein paar andere Dinge zu beachten.

  • Sogenannte Sonnenplateaus müssen besonders gut eingecremt werden. Also Ohren, Nase oder Fusssohlen.
  • Vor einem Sonnenstich schützt nur eine Kopfbedeckung. Ein Hut mit Krempe schütz gleich Nacken und Gesicht mit.
  • Die Augen immer mit einer Sonnenbrille schützen. Dabei solltet Ihr unbedingt auf ein UV Schutzsiegel achten.
  • Kinder brauchen besonders guten Sonnenschutz. Hier bieten sich sogenannte Mineralische Filter mit hohem Schutzfaktor an. Auch spezielle UV Schutzkleidung ist für kleine Kinder super geeignet.

Also, genießt die Sonne, aber achtet auf eure Haut. Und wie immer gilt: Kommt doch einfach bei uns vorbei, dann suchen wir zusammen das richtige für Euch und eure Liebsten raus.

Euer Markus

Wirksam gegen Blutsauger

Dass man Vampire wirksam mit Knoblauch abwehren kann ist eigentlich jedem bekannt, aber welches Mittel geeignet ist, die wesentlich alltäglicheren Blutsauger, wie Mücken abzuwehren, stellt viele unserer Kunden vor ein größeres Problem. Mit zunehmend wärmerem Wetter im Anmarsch Grund genug für uns, dieses Thema für Euch einmal zusammenzufassen.

Es gibt auf dem Markt inzwischen eine große Bandbreite von Mückenschutzsprays und so fällt die Entscheidung für den Laien oft schwer. Zum Glück lassen sich die Produkte gut in mehrere Kategorien einteilen und somit bringt man schnell Ordnung in das große Angebot.

Ein Mittel, welches fast jeder kennt ist Autan. Dieser Klassiker unter den Mückenschutzsprays verwendet den Wirkstoff Icaridin, welchen man auch in vielen anderen Insektensprays findet, wie: Doctan und Anti Brumm Sensitiv. Icaridin zeigt in Tests immer wieder seine gute Schutzwirkung gegen Mücken und bietet bis zu 5,5 Std. zuverlässig Ruhe vor den Plagegeistern. Dabei ist der Wirkstoff extrem gut hautverträglich, was in Kombination dazu führt, dass Icaridin Sprays regelmäßig die Gesamtwertung bei Produkttests gewinnen.

Spricht man nur über die reine Schutzwirkung, geht es allerdings noch besser. 7 Std. Schutz bietet der Wirkstoff DEET, welcher in den Produkten Anti Brumm forte, NoBite und Autan tropical zu finden ist. Somit handelt es sich bei diesen Mitteln um die erste Wahl, wenn es in wahre Mückenhochburgen, wie Seen oder tropische Gefilde, geht. Die einzigen Nachteile sind, dass diese Präparate nicht für kleine Kinder geeignet sind und sehr empfindliche Haut reizen können.

In den letzten Jahren wurde der Ruf nach natürlichen Repellentien immer lauter und so wächst auch das Angebot ständig. Einer der häufigsten Wirkstoffe dabei ist das aus Zitronen-Eucalyptus gewonnene PMD. Es ist für die ganze Familie geeignet und zeigt in Tests Schutzwirkungen für bis zu 4 Std.. Enthalten ist dieser Stoff in Anti Brumm naturel, Soventol Protect und Zedan, wobei Anti Brumm regelmäßig als bester Vertreter dieser Gruppe abschließt.

Wer es noch natürlicher haben möchte setzt oft auf Citronellöl. Allerdings ist hier ständiges Nachlegen absolute Pflicht. Tests zeigen immer wieder, dass die Schutzwirkung von ätherischen Ölen maximal bei 30 Min. liegt. Zudem wirken sie in ausreichender Dosierung hautreizend und bringen naturgemäß einen starken Geruch mit sich.

Ihr seht also, obwohl die Produktvielfalt riesig erscheint, gibt es eigentlich gar nicht so viel zu beachten. Und als kleiner Tipp: Was für Mücken gilt, gilt fast analog für Zecken. In der Regel braucht ihr da nicht zwei Produkte. Kommt doch einfach mal bei uns vorbei, dann suchen wir das beste Mittel für eure Bedürfnisse raus.

Euer Markus

Wenn der Einzelhandel in der Innenstadt am Abend schließt

Service Ihrer vor Ort Apotheke

Es ist Donnerstagabend, 19:55 Uhr, und ich laufe den Westenhellweg entlang. Alle sind in Aufbruchsstimmung – die Aufsteller vor den Läden werden reingeholt, es wird geputzt, das Licht geht aus. Dann biege ich rechts auf den Markt ein und sehe hell erleuchtet die Ausbüttels Adler Apotheke.

Wieso ich zu so später Stunde auf dem Weg in die Adler Apotheke bin? Ich möchte wissen wer und warum Menschen in Dortmund die ausgeweitete Öffnungszeit nutzen. Ist es notwendig den Service der Apotheke so lang anzubieten?

Die älteste Apotheke Westfalens ist von Montag bis Freitags von 8-21 Uhr geöffnet. Und selbst am Samstag von 9-21 Uhr. Die regelmäßigen Notdienste in der Nacht nicht zu vergessen. Schon beim Eintreten in die Apotheke bin ich jedes Mal von der Atmosphäre überwältigt. In der historischen Einrichtung drängen sich untertags unzählige von Kunden und die zwölf Beratungstische sind von Mitarbeitern besetzt.

Jetzt um 20 Uhr ist es merklich ruhiger. Nur noch ein paar Mitarbeiter sind im Dienst und begrüßen mich freundlich.

Insgesamt treffe ich ein gutes Dutzend Kunden an in dieser Stunde. Verblüffend dabei ist, dass die Anzahl der Männer mit den Frauen vergleichbar ist. Außerdem sind 95% der Kunden zwischen 30-50 Jahre alt. Die Stimmung ist bei allen ausnahmslos positiv. Aufgeschlossen berichten mir einige von Ihnen von Ihren Beweggründen. Warum kommen Sie zu dieser Uhrzeit noch in eine Apotheke?

Viele von Ihnen sind zum ersten Mal da. Ein paar Stammkunden mit Kundenkarte.

Ein Herr kommt sogar extra aus Dorstfeld um ein Nasenspray zu erhalten. Wieso fahren Sie für ein Nasenspray soweit? „Ich war bereits zu Hause. Dabei ist mir aufgefallen, dass mein Nasenspray leer ist. Deswegen habe ich im Internet nach einer geöffneten Apotheke gesucht. Über das Portal Yelp habe ich die Adler Apotheke gefunden. In näherer Umgebung gab es keine Alternative“

Ein anderer Herr musste bis 20 Uhr arbeiten und hat es erst jetzt geschafft. Auch er ist extra mit dem Auto gekommen und sehr dankbar jetzt noch einzukaufen.

Zwei Damen sind mit Ihrem Hund spazieren. Ihnen war gar nicht bewusst, dass die Apotheke so lange geöffnet hat. Es ist gerade sehr angenehm in Ruhe mit dem Hund einzukaufen.

Man merkt insgesamt, dass die Öffnungszeiten vielen nicht bewusst sind. Trotzdem empfinden es alle als angenehm. Auch ich empfand die Stunde als einen sehr guten zusätzlichen Service für die Kunden!

 

 

 

Abnehmen, aber wie?

Im beginnenden Frühling versuchen sich viele der Bikinifigur wieder etwas anzunähern und ein paar Pfunde zu verlieren. Dazu gibt es auf dem Markt so einige Helferlein, die versprechen, dass es mit ihnen deutlich leichter und schneller geht. Ich möchte euch heute über genau diese Mittel informieren. Vorweg sei leider gesagt: „Ein Wundermittel gibt es nicht.“ Gäbe es das, würde wohl niemand mehr mit dem einen oder anderen Kilo zu viel rumlaufen, aber schauen wir uns einfach mal an, welche Präparate es auf dem Markt gibt.

 

Gruppe 1 – Die Quellstoffpräparate

Bereits seit viele Jahren gibt es immer wieder Mittel, welche eingenommen werden und dann im Magen aufquellen. Sie bestehen in der Regel aus Alginaten, Kollagen oder Cellulose. Die aufquellenden Fasern füllen den Magen und sorgen so für ein verringertes Hungergefühl. Eigentlich ein ganz schönes Prinzip, aber es gibt zwei Haken an der Sache.

Der erste ist die Tatsache, dass eine deutlich zu geringe Nahrungszufuhr den Körper in einen Notlaufmodus versetzt. Er denkt dann, dass zum Beispiel eine Hungersnot herrscht und schaltet automatisch in dieses Jahrtausende alte Notprogramm um. Dabei fährt der Körper den Stoffwechsel herunter und hält vor allem an einer Sache fest. Seinen geliebten Fettreserven für schlechte Zeiten. So abgenommene Kilos bestehen in der Regel lediglich aus Wasser oder im schlechteren Fall aus Muskelmasse und sind somit nach der Diät wieder ganz schnell drauf. Fett lässt sich so in der Regel wenig effektiv abbauen.

Das zweite Problem kann tatsächlich noch unangenehmer ausfallen. Nimmt man zu wenig Flüssigkeit zu diesen Mitteln ein, kann es zu starken Verstopfungen bis hin zum Darmverschluss kommen. In den USA wurden daher schon diverse dieser Präparate vom Markt genommen. Auch wir raten ab.

 

Gruppe 2 – Die Fettbinder

Auch hierbei handelt es sich um eine schöne Vorstellung. Essen was man möchte, danach einfach eine Tablette einnehmen und diese bindet die Nahrungsfette. Das funktioniert sogar tatsächlich und ist trotzdem nicht unbedingt eine gute Lösung.

Stellt man seine Ernährung nicht zusätzlich zu der Einnahme dieser Mittel um, ist die gebundene und über den Darm ausgeschiedene Fettmenge viel zu hoch und führt zu Durchfällen. Außerdem werden neben dem Nahrungsfett auch einige fettlösliche Vitamine und Arzneistoffe gebunden und unverdaut aus dem Körper ausgeschieden. Für Patienten mit Dauermedikationen sind diese Mittel daher in der Regel ebenfalls ungeeignet.

Für Personen, die keine Medikamente einnehmen und für ihre Diät auch eine Ernährungsumstellung anstreben können diese Mittel gezielt und sinnvoll dosiert unterstützend wirken. Eine genaue Beratung ist dazu allerdings zwingend erforderlich.

 

Gruppe 3 – Die Eiweißdrinks

Es gibt sie von vielen Herstellern und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Eiweißdrinks sollen als vollwertiger Mahlzeitersatz eingesetzt werden und so Kalorien sparen. Und das tun sie auch. Zur Unterstützung des Abnehmens sind sie unsere Hauptempfehlung. Allerdings raten wir in der Regel davon ab sie so einzusetzen, wie es die meisten Programme der Hersteller vorsehen.

Oft raten diese dazu sich 7-14 Tage lang ausschließlich von dem entsprechenden Mittel zu ernähren. Das halten wir aus mehreren Gründen für falsch.

Grund eins kennt ihr schon, denn nimmt man nur drei oder vier dieser Drinks am Tag zu sich, entspricht dies einer Kalorienzufuhr von lediglich 750-1000 Kalorien. Dabei schaltet der Körper definitiv in den Notbetrieb. Grund zwei ist eher ein psychologischer. Es ist extrem unbefriedigend zwei Wochen lang nichts Richtiges zu essen. Viele brechen den Abnehmversuch daher frustriert ab.

 

Daher jetzt unsere Empfehlung. Stellt Eure Ernährung um. Bei diesem Schritt helfen wir Euch gerne. Wir beraten Euch, was eine für euch sinnvolle tägliche Kalorienzufuhr ist und was ihr alles essen dürft um diese zu euch zu nehmen. Es gibt eine Menge toller Rezepte die schmecken und trotzdem kalorienarm sind. Ersetzt gerne eine Mahlzeit am Tag durch einen Eiweißshake. Er spart Kalorien, macht satt und versorgt euch mit Vitaminen und Nährstoffen. Und setzt euch erreichbare Bewegungsziele. Ihr müsst nicht direkt einen Marathon laufen, aber natürlich unterstützt Bewegung das Abnehmen extrem. Wir begleiten Euch gerne bei dem Projekt.

 

Liebe Grüße,

Markus

Krätze? Gibt es nicht mehr? Weit gefehlt!

Seit 2010 steigen die Zahlen wieder deutlich an. In 2016 gab es ca. 1100 Krätzediagnosen im Quartal in Dortmund!

Inkubationszeit: Sie beträgt bei einer Erstinfektion 2-6 Wochen. In diesem Zeitraum verspürt der Patient so gut wie keine Symptome, trägt aber bereits zur Weiterverbreitung der Krankheit bei. Erst nach dieser Zeit tritt das charakteristische Krankheitsbild auf.

Krankheitsbild: Der gewöhnliche Verlauf einer Krätze Erkrankung ist geprägt durch starken Juckreiz, der sich insbesondere nachts bis ins unerträgliche steigert. Die Hauterscheinungen können sehr unterschiedlich sein und verschiedene dermatologische Krankheitsbilder imitieren, so dass das Erkennen dieser Krankheit nicht immer einfach ist. Deshalb muss zur Abklärung der Diagnose unverzüglich ein Hautarzt aufgesucht werden.

Maßnahmen: Häufig kommt zur Therapie der Krätze der Wirkstoff Permethrin in Form einer Creme zum Einsatz. Das Mittel wird nach Anweisung des Arztes großflächig aufgetragen und nach einem Zeitraum von 8-12 Stunden gründlich abgewaschen. Trägt eine nicht betroffene Person das Mittel auf, sollte Sie dabei Handschuhe verwenden. Die Patienten sollten im Anschluss an die Behandlung frische Wäsche anziehen und die Bettwäsche wechseln.

Oft reicht eine Therapieeinheit aus. Sind nach zwei Wochen immer noch Anzeichen der Krätze vorhanden, wird der Arzt dazu raten, die Anwendung zu wiederholen. Weitere ärztliche Kontrollen finden meistens noch bis zu vier Wochen nach Therapiebeginn statt, um ein Wiederaufflammen der Erkrankung auszuschließen.

Zusätzliche sollten folgende Maßnahmen ergänzt werden:

-mindestens 1x täglich Wäschewechsel

-Bett- und Unterwäsche so heiß wie möglich waschen

-andere Textile Gegenstände in Plastiksäcken 14 Tage bei Zimmertemperatur mit relativ trockener Luft aufbewahren

-Polstermöbel gründlich absaugen und mind. 4 Tage nicht benutzen (den Staubsaugerbeutel danach unbedingt mit Handschuhen entsorgen)

-Kuscheltiere, Schuhe & ähnliches kann man bei Temperaturen unter -10 °C einfrieren

-alle Kontaktpersonen sollen Mitbehandelt werden, auch wenn Sie noch keine Symptome aufweisen