Bevor die Knochen brechen, Raclette essen!

Osteoporose betrifft 30% aller Frauen nach den Wechseljahren und ebenso viele Männer über 70. Damit handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Grund genug für mich euch, pünktlich zum Welt-Osteoporose Tag am 20.10., mit einigen Tipps zu versorgen und mit ein paar Mythen rund um das Thema aufzuräumen.

Wer des Altgriechischen mächtig ist, erkennt sofort worum es bei der Osteoporose geht. Es entstehen große Poren bzw. regelrechte Löcher in der Knochensubstanz, welche die betroffenen Patienten wesentlich anfälliger für Knochenbrüche aller Art machen und oft zu schmerzhaften Fehlstellungen führen. In 95% der Fälle entsteht die Krankheit als „Alterserscheinung“ durch einen sich verändernden Hormonspiegel, Abnahme der körperlichen Aktivität oder unzureichende Versorgung des Körpers mit Calcium und Vitamin D3. Die restlichen 5% sind auf meist hormonelle Vorerkrankungen zurückzuführen.

 Um zu verstehen, wie Osteoporose entsteht, muss man wissen, dass unsere Knochen dauerhaft ab- und wieder neu aufgebaut werden, um sie immer frisch, flexibel und stabil zu halten. Zuständig dafür sind in unserem Körper die Osteoklasten und die Osteoblasten. Die könnt ihr euch vorstellen wie einen eingespielten Bautrupp. Die Osteoklasten gehen voran und knabbern dauerhaft altes Knochenmaterial weg. Auf den Abrisstrupp folgen in Form der Osteoblasten die Maurer des Knochengewebes, welche dieses wieder neu und stabil aufbauen.

Bis ca. zum 30. Lebensjahr arbeitet die Maurertruppe in unseren Knochen schneller als das Abrisskommando und wir bauen Knochenmasse auf. Danach wäre es optimal wenn beide Teams gleich schnell arbeiten, damit die nun vorhandene Knochenmasse dauerhaft beibehalten wird. In der Realität übernehmen allerdings ab jetzt die Osteoklasten die Führung. An sich ist das nicht besorgniserregend, denn der Verlust von Knochensubstanz geht meist langsam vonstatten, außer es gibt Probleme. Hormonelle Schwankungen können unseren Bautrupp verwirren und so kommt es gerade bei Frauen durch die Wechseljahre zu diesen.

 Schützen könnt Ihr euch aktiv durch folgende Tipps:

1) Trinkt Milch und esst Grünkohl!

Calcium ist der Haupt-Baustoff des Knochens. Sozusagen die Ziegelsteine, die euer Osteoblasten- Bautrupp braucht. Enthalten ist Calcium in allen Milchprodukten und in grünen Gemüsen wie Grünkohl oder Brokkoli. Den Tagesbedarf decken z.B. 1 Liter Milch oder 100g Hartkäse oder 500g Grünkohl. In der Mischung kann das jeder mit einer gesunden Ernährung schaffen!

 2) Ab in die Sonne!

Vitamin D3 ist wie der Mörtel, den es braucht um Ziegelsteine zusammenzuhalten. Praktischerweise bildet unser Körper dieses Vitamin selber in der Haut. Allerdings nur bei Bestrahlung mit Sonnenlicht. Also solltet ihr pro Tag mindestens 30 Minuten im Freien verbringen. Und wenn ihr in der Sonne sitzt, dreht ruhig eure Handflächen nach oben. Damit könnt ihr nämlich besonders gut Sonne tanken.

 3) Bewegt euch!

Bewegung trainiert nicht nur Muskeln. Durch die Belastung werden die Osteoblasten dazu angeregt die Knochen stabiler zu bauen. Und wie gerade gelernt, ist somit Bewegung im Freien doppelt gut.

 4) Osteoporose fängt an bevor sie entsteht.

Kümmert euch frühzeitig um diese Angelegenheit. Je besser eure Ausgangssituation mit 30 ist, umso leichter habt ihr es später. Ist die Osteoporose erst mal diagnostiziert, geht es nur noch um Schadensbegrenzung.

 Und zum Abschluss noch einige Mythen zu dem Thema. Immer wieder wird behauptet, dass Kaffee, Cola, Weißmehlprodukte und Industriezucker Osteoporose fördern, weil sie im Körper sauer wirken würden und den Knochen auflösen. Einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es aber nicht. Diese Sachen sind alle nicht gerade gesund, aber in Maßen genossen durchaus ok. Der durchschnittliche Cola-Junkie trinkt nur kaum Milch, isst nicht wirklich viel Brokkoli und ist nicht dafür bekannt durch den Stadtpark zu joggen. Kein Wunder, dass da später mal die Knochen knacken.

 

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Wat?

Hömma, wat war mir dat peinlich letztens. Ich war mir sicha, dat Opa Schmitzbackes „Ich hab da wohl nen Schnupfen“, zu mich gesacht hat. Deshalb hatte ich ihn auch gefragt, opper wat zum lösen braucht. „Ja!“, sachta. Und ich nur um nochma sicha zu gehen frag: „Inne Nasennebehöhlen sitzt et wa?“ Da guckt mich Opa Schmitzbackes auf eimal ganz entsetzt an. „Wat?“, frachter. „Warum dat denn? Ich sach doch ich hab da wohl Verstopfung!“ Ich hät in Boden versinken können Freunde. Wat zum lösen…hat ja ma widda gepasst ne. Naja, Ohren waschen muss ich wohl trotzdem ma.

Macht Gut ne,

Eure Maria Hilf

Tag des Händewaschens

Händewaschen muss gelernt sein

 Unglaublich, aber fast 80 % der Krankheiten bei denen wir uns anstecken erfolgen durch Bakterien auf den Händen. Obwohl einfaches, regelmäßiges Händewaschen viele der Bakterien wirkungsvoll abtötet. Ich habe mal diverse Tipps von unseren Apothekern zusammengetragen und hoffe Sie helfen auch euch:

 1.       Hände regelmäßig waschen – z.B. nach und vor den Mahlzeiten oder Kontakt mit erkrankten Personen

2.       Wasser nicht zu heiß und nicht zu kalt

3.       Flüssig Seife ist am hygienischsten

4.       Egal ob Innenfläche, Fingernägel, Handgelenk – alle Stellen beachten

5.       Händewaschen dauert zwischen 20-30 Sekunden

6.       Abtrocknen ist genauso wichtig – auch die Fingerzwischenräume beachten und sein eigenes keimfreies Handtuch benutzen

Habt Ihr noch mehr gute Tipps?

Halla Hallo

Kennta dat, wennste versuchst mehrere Dinge gleichzeitig zu machen? Frauen sollen dat ja können ne, aber ich bin da nich sonne Leuchte drin. Ich hab bei nem Telefonat vonne Kollegin zugehört, weil die so nen Seggas an Telefon hatte, der ab und an ma stressig werden kann. In den Moment kommt ne echt nette Kundin rein. Kenn ich seit Jahren die Gute. Ich will grad Hallo sagen, da hör ich bei meine Kollegin dat Wort „Palladon“ in Telefonat. Dat is nen starket Schmerzmittel. Hatte wohl die Ohren noch auf Lauschangriff geschaltet. Und in mein Hirn gibt dat Ganze zusammen eine Suppe und ich merk, dat ich dabei bin zu die Frau getz „Halladon“ zu sagen. „Kannste ja nich machen“, denk ich so bei mich und brech den Redefluss ab. Da war aber schon „Halla“ raus. Damit ich nich ganz blöd wirke, hab ich noch nen normalet „Hallo“ nachgeschoben. „Halla Hallo“! Wat ne Begrüßung. Hat für Stimmung in Team gesorgt. Wir begrüßen uns getz imma so. Tja, ma wieder unbewusst nen Trend gesettet.

Haut rein!

Eure Maria Hilf

Mehr Artikel als ein Supermarkt und schneller als Amazon

Auf sein Arzneimittel warten zu müssen ist nie wirklich erfreulich, deshalb versuchen wir in den Ausbüttels Apotheken so viele Artikel wie möglich für euch an Lager zu haben. Das ist häufig gar nicht so einfach und mit viel Aufwand verbunden. Macht aber nichts. Wir machen das gerne. Warum es trotzdem nicht in 100% der Fälle klappen kann, möchte ich in diesem kleinen Artikel erklären.

 Es gibt in Deutschland in etwa 900.000 verschiedene Arzneimittel, wenn man alle Hersteller und Packungsgrößen mit einberechnet. Dazu kommen noch unzählige Hilfs- und Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Tees und so weiter. Das Sortiment aus dem eine deutsche Apotheke wählen kann umfasst insgesamt ca. 300.000 Artikel. Diese beiden Zahlen machen sehr schnell eindrucksvoll klar, dass keine Apotheke dauerhaft „Alles“ an Lager haben kann.

 In unseren Apotheken halten wir je nach Standort zwischen 10 und 25 Tausend unterschiedliche Artikel für Sie an Lager. Zum Vergleich: ein durchschnittlicher deutscher Supermarkt führt in etwa 12.000 Artikel in seinem Sortiment. Bei diesen Produkten handelt es sich zum Großteil um die am häufigsten benötigten Arzneimittel. Damit auch genau diese immer für euch bereitliegen, werden alle unsere Lager computergestützt überwacht und optimiert.

Deutlich erschwert wird uns die Aufgabe durch die Rabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen. Diese haben in Deutschland das Recht alle 14 Tage neue Vertragspartner zu wählen mit deren Arzneimitteln die jeweiligen Versicherten versorgt werden müssen. Dabei hat jede Krankenkasse zu jedem Wirkstoff den eigenen Vertragspartner. Dieser ständige Wechsel ist nicht einfach zu überblicken, wird aber von unseren kaufmännischen Mitarbeiterinnen bestens bewältigt.

 Diese Guten Feen im Hintergrund sorgen dafür, dass wir euer Arzneimittel zu über 85% sofort auf Lager haben. Wenn dies Mal nicht der Fall ist, beschaffen wir euch die benötigten Artikel in teilweise unter drei Stunden. Und das ist manchmal die viel sinnvollere Variante, denn so ist sichergestellt, dass ihr immer frische Medikamente in perfektem Zustand bekommt und euch nicht mit einem Monate alten Ladenhüter begnügen müsst.

Und solltet ihr mal nicht in der Lage sein euer Medikament später selber abzuholen, stehen unsere freundlichen Boten bereit und liefern in ganz Dortmund frei Haus.

 Fassen wir zusammen: Mehr Artikel als ein Supermarkt und schneller als Amazon. Gar nicht mal schlecht für eine Apotheke oder?

Scharfe Schaf

Sprachbarriere is ja manchma sonne Sache, abba normal bei uns kein Problem. Wir sprechen zur Not auch mitte Hände. Letztens isset aber irgendwie schief gegangen. Da sachte ne Kundin zu mich nur „Salbe Schaf.“ Ich denk mich so: „Allet klar. Die Salbe von Schaf. Wollwachs halt.“, und füll ihr wat ab. Paar Minuten späta isse wieda bei mich inne Apo und sacht: „Falsch! Salbe nix Schaf.“ Ich: „Doch, die is vom Schaf.“ Da drehtse den Deckel vonne Kruke auf, steckt nen Finger rein ins Wollwachs, schleckt den ab und sacht sehr bestimmt: „Nix Schaf!“ Da isset mir gedämmat. Scharf is ambach, nich Schaf. Sie hat dann ihre Wärmecreme mit Chili noch bekommen, warum se die allerdings schonma probiert hat, war mir unklar.

Tja, machse nix!

Eure Maria Hilf