Deutscher Lebertag 2016

Am 20.11. findet der 17. Deutsche Lebertag statt, mit dem die Deutsche Leberhilfe e.V., die Deutsche Leberstiftung und die Gastro-Liga e.V. seit 1999 auf die Wichtigkeit der Leber für die Gesundheit hinweisen. Die Leber ist ein Organ, welches wir gerne etwas vernachlässigen. Das liegt in erster Linie daran, dass sie ein extrem genügsames Arbeitstier ist und in der Regel ohne Murren und Knurren ihren Job erledigt. Deshalb werden bestehende Lebererkrankungen oft erst spät erkannt. Genau deshalb steht der Deutsche Lebertag in diesem Monat unter dem Motto: „Leber/wert/voll“. Denn, dass die Leber extrem wertvoll ist, ist unbestreitbar. Sie ist unser zentrales Stoffwechselorgan und hilft uns bei der Verdauung und Verwertung von Nahrungsmitteln und Nährstoffen und baut gleichzeitig Gifte ab, die wir uns gewollt oder ungewollt zugeführt haben.

Und das eindeutigste Zeichen für die Gesundheit dieses so wichtigen Organs sind die Leberwerte. Gemessen werden dabei die Leberenzyme. Die wichtigsten Vertreter sind dabei AST (früher: GOT), ALT (früher: GPT) und GGT. Die ersten beiden sollte man den Profis überlassen. Diese Werte zu interpretieren ist nicht ganz einfach und erfordert eine Menge Erfahrung. Eine Messung sollte daher immer in einer Arzpraxis stattfinden. Der GGT oder auch Gamma-GT genannte Wert hingegen ist gut und zuverlässig auch zum Beispiel in Apotheken messbar, wenn diese über ein entsprechendes Messgerät verfügen. Die Grenzwerte liegen hierbei bei 42U/l für Frauen und 60U/l für Männer und dieser Wert kann einen guten ersten Eindruck vermitteln wie fit die eigene Leber ist.

Sollte dieser Wert erhöht ausfallen, ist das erst mal noch kein Grund zur Panik. Der Wert schwankt je nach Beanspruchung des Organs stark und schnell. Allerdings sollte ein erhöhter Gamma-GT immer ein Grund sein etwas genauer hinzusehen.

Das Tolle an unserer Leber ist, dass sie unglaublich viel verträgt und ein wahres Regeneratioswunder ist. Hat man beispielsweise mal im Urlaub etwas regelmäßiger zu Cocktails oder Wein gegriffen als üblich, so stresst dies die Leber selbstverständlich und wird vielleicht sogar zu erhöhten Werten führen. Gibt man der Leber danach aber nur vier Wochen Ruhe, hat sie sich meist schon wieder erholt. Gleiches gilt auch für die kurzfristige Einnahme von bestimmten Medikamenten. Auch hiervon kann sich eine gesunde Leber sehr schnell wieder erholen. Das soll weiß Gott bitte nicht als Freifahrtschein für regelmäßigen Alkoholkonsum verstanden werden, es soll Euch nur klar machen, dass die Leber ein wirklich hocheffizientes und robustes Organ ist, dass wir dringend brauchen. Denn nur weil es so wichtig ist, ist es auch so robust gebaut.

Sollten Eure Werte tatsächlich erhöht sein, lohnt sich der direkte Weg zum Arzt. Eine umfangreiche Leberdiagnostik kann oft schnell klären, wo das Problem ist. Ob es sich nur um eine akute Überlastung, eine Entzündung oder eine chronische Lebererkrankung handelt. Je nachdem wird dann entschieden, ob eine Schonung ausreicht, ob mit pflanzlicher Unterstützung in Form von Silymarin gearbeitet wird oder ob gar noch andere Maßnahmen notwendig sind.

Nutzt den Deutschen Lebertag auf jeden Fall dazu mal über den stillen Arbeiter in eurem Körper nachzudenken. Euren Gamma-GT könnt Ihr zum Beispiel in der Apotheke im EKS und der Apotheke am Hansaplatz messen lassen. Zu allen anderen Fragen rund um die Leber und  jeglichen Gesundheitsthemen beraten wir Euch natürlich auch gern in den übrigen Filialen.

 

Euer Markus

Advertisements

Nahrungsergänzungsmittel ist nicht gleich Nahrungsergänzungsmittel

Die Ausbüttels Apotheken vertreiben eine eigene Marke für Nahrungsergänzungsmittel.

Zuletzt habe ich einen Bericht von Stiftung Warentest über Nahrungsergänzungsmittel gelesen. Diese wurden regelrecht nieder gemacht. Egal ob aus Apotheken oder Drogerien, fast alle schnitten mit ungenügend ab. Das hat mich doch stutzig gemacht, denn ich habe von unseren Apothekern und sogar von der Familie Ausbüttel bisher nur positives über die Ausbüttels Vitaminmischungen gehört.

Deswegen habe  ich als „Nicht-Apothekerin“ eine Schulung darüber mitgemacht. Ich wollte wissen was wirklich dran ist. Ich kann schon mal vorweg nehmen: Ich bin von den Vorteilen überzeugt!  

Das Prozedere läuft wie folgt ab: Für eine komplett individualisierte Vitaminmischung füllt man einen Fragebogen mit einem Apotheker aus. Dabei werden Ess-, Trink-, Sport- Verhalten etc. abgefragt. Danach analysieren die Apotheker den Fragebogen und stellen genau nach den persönlichen Bedürfnissen eine Vitaminmischung mit Mikronährstoffen, also mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen her. Ziele können vielfältig sein z.B. eine generell gesündere Lebensweise , Haut und Haare zu verbessern, Anti-Aging, Stresssymptome zu lindern, vegane/vegetarische Nahrung zu unterstützen oder auch typische „Männerprobleme“ zu bekämpfen. Ich habe mich dabei auf mein Immunsystem konzentriert.

 Die Mikronährstoffe sind in eine natürliche Trägersubstanz eingearbeitet (Guarkernmehl-Granulat). Nach der Einnahme lagern Sie sich an die Darmwand an. Okay, schmecken tut es wirklich nicht! Aber wie heißt es so schön: Was schmeckt, kann auch nicht helfen.

Das einmalige daran ist, dass das Granulat dann im Verdauungstrakt so langsam freigesetzt wird, dass es auch tatsächlich vom Körper aufgenommen wird und dass sich die Bestandteile nicht gegenseitig stören. Oder anders ausgedrückt: der Körper bekommt tatsächlich das, was er braucht!

Bei billigen Nahrungsergänzungsmitteln z.B. aus der Drogerie ist der Wirkstoff meist so gering, dass es keine Wirkung zeigt. Oder es erfolgt genau das Gegenteil, vor allem bei manch teureren Produkten (wie z.B. Orthomol). Diese sind zwar hoch dosiert, allerdings kann der Körper so eine Menge gar nicht auf einmal aufnehmen. (Oft erkennbar an gefärbtem Urin) Bei beiden Kategorien ist es verlorenes Geld!