Welttag der Organspende

Am 3. Juni ist der Welttag der Organspende. Das ist ein wahnsinnig wichtiges Thema und deshalb möchte ich Euch heute ein paar Fakten zu diesem Tag zusammenstellen.

 Die erste erfolgreiche Nierentransplantation gelang 1954, als ein Amerikaner seinem Zwillingsbruder eine seiner Nieren spendete. Mit dieser neuen Niere lebte sein Bruder noch weitere 8 Jahre. Dank des Erfolgs war von Beginn an klar, dass Organtransplantationen ein extrem wirksames Instrument der modernen Medizin werden können.

Joseph Edward Murray, der Chirurg, dem als erstes dieses Kunststück gelang, wurde 1990 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt.

 Seit dem Beginn der Organtransplantation herrschte ein Mangel an Spendenorganen.

Einerseits werden immer mehr Spendenorgane gebraucht, da die durchschnittliche Lebenserwartung steigt und deshalb immer mehr Menschen eine Organspende benötigen und es werden auch immer mehr Transplantationen technisch und medizinisch möglich. Andererseits steigt die Zahl der potenziellen Spender nicht im gleichen Maße.

Im letzten Jahr wurde in etwa 3500 Personen dank einer Organspende das Leben gerettet. „Toll“, könnte man jetzt denken, aber weit gefehlt. Denn es stehen aktuell weitere 10000 auf der Warteliste für ein Spendenorgan. Wartezeiten von 6-8 Jahren sind nicht ungewöhnlich. Häufig zu lang für die Patienten.

Jeder sollte für sich selber entscheiden, ob er seine Organe spenden möchte oder nicht und hier gibt es auch keine Patentlösung. Es gibt viele moralische und ethische Gründe sich für eine Organspende zu entscheiden, aber sicher auch viele nachvollziehbare Gründe, um sich persönlich dagegen zu entscheiden. Wichtig ist aber, dass man seinen Wunsch Organspender zu sein auch kommuniziert.

Denn daran scheitern aktuell die meisten Spenden. Bei Umfragen ist der Prozentsatz an Personen, welche sich vorstellen können Organspender zu sein viel höher, als er tatsächlich ausfällt. Denn wer in Deutschland seine Organe spenden will, muss das bekannt machen. Und das am besten mehrfach. Ein Organspendeausweis ist ein guter Anfang. Zusätzlich sollte man aber seinen engsten Verwandten Bescheid geben, dass man zu einer Organspende bereit ist. Denn diese werden in unklaren Fällen zu Rate gezogen. Und nur wenn diese sich zu 100% sicher sind, dass eine Organspende wirklich gewünscht ist, wird diese auch durchgeführt. Auch in möglichen Patientenverfügungen sollte natürlich eingetragen werden, ob man spenden will oder nicht.

 Spendenausweise bekommt Ihr natürlich in allen unseren Filialen kostenlos. Auch um sonstige Dokumente wie: Patientenverfügungen, Gerinnungspässe oder Opiatausweise kümmern wir uns für Euch gerne. Kommt einfach vorbei und fragt nach.

 

Liebe Grüße 

Markus

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