„Der Fluch des Pharao“, „Montezumas Rache“, „Delhi Belly“

Alles klangvolle Namen für ein und dasselbe Phänomen, was bereits schon manchem den Urlaubsspaß gekostet hat. Reisedurchfall. Bestimmte Regionen der Welt sind berüchtigt dafür, dass Besucher unter dieser Problematik leiden. Dabei gilt: je näher am Äquator ihr euch befindet, umso höher ist das Risiko. Wie ihr euch schützen könnt und was zu tun ist, wenn es doch soweit ist, erkläre ich euch im heutigen Blogeintrag.

Euer erstes Anliegen sollte sein, einen Reisedurchfall möglichst zu vermeiden. Dafür müssen wir erst einmal verstehen, wie dieser entsteht. Meist handelt es sich um bakterielle Erkrankungen des Darms. Selten können auch Viren oder Protozoen für die Reisediarrhoe verantwortlich sein. Wir wollen uns aber auf die Bakterien konzentrieren, da diese wie gesagt die Hauptverursacher sind.

Die Bakterien, die einen solchen Durchfall verursachen sind in der Regel nicht sonderlich gefährlich und viele sehr ähnliche Verwandte kommen auch in unseren Breiten vor. Wir sind nur nicht an sie gewöhnt. Vor den einheimischen Bakterien schützt uns unsere Darmflora, die wir uns über Monate und Jahre erarbeitet haben. Auf „Die Neuen“ sind wir allerdings nicht eingestellt. Deshalb sollten wir zwei Dinge tun: Versuchen diese Bakterien von unserem Darm fernzuhalten und dafür sorgen, mit einer möglichst guten Darmflora in den Urlaub zu starten.

 Erstes geht ganz einfach. Im Englischen gibt es die Regel: „Cook it, peel it, or leave it.“ Also alles was nicht gekocht oder geschält ist, sollte man möglichst meiden, denn die entsprechenden Erreger befinden sich ausschließlich auf der Oberfläche von Nahrungsmitteln und sind natürlich hitzeempfindlich. Die kleine Garküche in der Seitenstraße ist daher oft „sicherer“, als das Salatbuffet im Hotel. Auch bei eurem Trinkwasser solltet ihr im Urlaub auf Flaschenware zurückgreifen.

 Um eure Darmflora optimal auf den Urlaub vorzubereiten bieten sich Probiotika und Hefepräparate an. Diese füllen den Darm mit guten und nützlichen Bakterien, die dann später im Urlaub den „Bösewichten“ den Platz klauen und so verhindern, dass sie sich festsetzen und vermehren können. Wichtig ist eine solche Vorbeugung früh genug vorher anzufangen. Zehn Tage vor Reiseantritt sollten es schon sein.

 Sollte es Euch dann doch mal erwischen, gilt es Folgendes zu beachten:    

        Trinkt viel! Der Flüssigkeitsverlust ist das gefährlichste an einem Reisedurchfall.

        Ersetzt den Mineralverlust! Neben Wasser verliert der Körper viele Salze. Um diese zu ersetzen gibt es optimal abgestimmte Elektrolyte. Das Pulver wird dann einfach mit Wasser angerührt. Sollte man bei entsprechenden Urlauben auf jeden Fall im Gepäck haben.

        Loperamid/Imodium ist hier nicht die richtige Wahl! Wie bereits gesagt, sind in der Regel Bakterien der Auslöser. Loperamid als Wirkstoff von Imodium stoppt die Darmbewegung. Dadurch müsst ihr zwar nicht mehr auf die Toilette, aber die Bakterien bleiben auch im Darm und können sich munter vermehren. So dauert die Erkrankung nur länger.

        Tannacomp ist mein Tipp! Dieses Mittel hat zwei Wirkstoffe. Einmal Gerbstoffe, welche die Darmwand abdichten. So wird weniger Flüssigkeit in den Darm gesaugt (Stuhl wird fester) und die von den Erregern ausgeschütteten Giftstoffe können schlechter in die Darmwand eindringen (geringere Symptome). Und dazu Ethacridin. Eine Art Desinfektionsmittel von innen, welches das Wachstum der Bakterien hemmt.

 Sollte der Durchfall übrigens von Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl begleitet werden oder bei kleinen Kindern oder alten Menschen auftreten, ist der Besuch eines Arztes dringend notwendig. Gleiches gilt bei gleichbleibenden Beschwerden über fünf und mehr Tage. Und glaubt mir: Die Ärzte vor Ort kennen sich damit aus. Ihr seid nicht der erste dem das passiert.

 Aber in erster Linie wünsche ich Euch natürlich, dass Ihr mit diesen Tricks unbeschadet durch den Urlaub kommt und diesen so richtig genießen könnt. Zu diesem Thema und auch zu allem was sonst noch in eine Reiseapotheke gehört beraten wir euch gerne vor Ort.

 Liebe Grüße und schönen Urlaub!

 Euer Markus

 

Werbeanzeigen

„Lungenbulimie“

Wat uns hier manchma so erzählt wird is schon hatten Tobak. Da klagen dich die Leute ihr Leid. Oft bisse da nen halben Seelenklempner. Is auch gut so. Wir sind ja Heilberufler. Und manchma is nix heilsamma, als wem andas ma so richtich die Gesamtproblematik zu schildan.

Normalaweise bleibse da natürlich hoch professionell und hörst dich das einfühlsam an und gibs anne richtigen Stellen ma nen bissken aufmuntanden Zuspruch.

Dat wird abba deutlich schwieriga, wenn dein Gegenübber ne bei Apothekenkunden sehr beliebte Schwäche hat und Fachwörta falsch benutzt. Ich konnte schon verstehen, dass die Dame dat nich gut fand, dass ihr Gatte ne Lungenembolie hatte und hatte auch wirklich ehrliches Mitleid mit die Dame. Ich konnte es nur nich so gut zeigen, weil die Gute mehrfach dat Wort „Lungenbulimie“ benutzte und ich die komischen Bilda außen Kopp kriegen musste, die dat in mich ausgelöst hat.

 

Eure Maria

Wat?

Hömma, wat war mir dat peinlich letztens. Ich war mir sicha, dat Opa Schmitzbackes „Ich hab da wohl nen Schnupfen“, zu mich gesacht hat. Deshalb hatte ich ihn auch gefragt, opper wat zum lösen braucht. „Ja!“, sachta. Und ich nur um nochma sicha zu gehen frag: „Inne Nasennebehöhlen sitzt et wa?“ Da guckt mich Opa Schmitzbackes auf eimal ganz entsetzt an. „Wat?“, frachter. „Warum dat denn? Ich sach doch ich hab da wohl Verstopfung!“ Ich hät in Boden versinken können Freunde. Wat zum lösen…hat ja ma widda gepasst ne. Naja, Ohren waschen muss ich wohl trotzdem ma.

Macht Gut ne,

Eure Maria Hilf

Halla Hallo

Kennta dat, wennste versuchst mehrere Dinge gleichzeitig zu machen? Frauen sollen dat ja können ne, aber ich bin da nich sonne Leuchte drin. Ich hab bei nem Telefonat vonne Kollegin zugehört, weil die so nen Seggas an Telefon hatte, der ab und an ma stressig werden kann. In den Moment kommt ne echt nette Kundin rein. Kenn ich seit Jahren die Gute. Ich will grad Hallo sagen, da hör ich bei meine Kollegin dat Wort „Palladon“ in Telefonat. Dat is nen starket Schmerzmittel. Hatte wohl die Ohren noch auf Lauschangriff geschaltet. Und in mein Hirn gibt dat Ganze zusammen eine Suppe und ich merk, dat ich dabei bin zu die Frau getz „Halladon“ zu sagen. „Kannste ja nich machen“, denk ich so bei mich und brech den Redefluss ab. Da war aber schon „Halla“ raus. Damit ich nich ganz blöd wirke, hab ich noch nen normalet „Hallo“ nachgeschoben. „Halla Hallo“! Wat ne Begrüßung. Hat für Stimmung in Team gesorgt. Wir begrüßen uns getz imma so. Tja, ma wieder unbewusst nen Trend gesettet.

Haut rein!

Eure Maria Hilf

Scharfe Schaf

Sprachbarriere is ja manchma sonne Sache, abba normal bei uns kein Problem. Wir sprechen zur Not auch mitte Hände. Letztens isset aber irgendwie schief gegangen. Da sachte ne Kundin zu mich nur „Salbe Schaf.“ Ich denk mich so: „Allet klar. Die Salbe von Schaf. Wollwachs halt.“, und füll ihr wat ab. Paar Minuten späta isse wieda bei mich inne Apo und sacht: „Falsch! Salbe nix Schaf.“ Ich: „Doch, die is vom Schaf.“ Da drehtse den Deckel vonne Kruke auf, steckt nen Finger rein ins Wollwachs, schleckt den ab und sacht sehr bestimmt: „Nix Schaf!“ Da isset mir gedämmat. Scharf is ambach, nich Schaf. Sie hat dann ihre Wärmecreme mit Chili noch bekommen, warum se die allerdings schonma probiert hat, war mir unklar.

Tja, machse nix!

Eure Maria Hilf